DIÖZESANMUSEUM PADERBORN

MARKT 17 | 33098 PADERBORN

 

Mittwoch 03.07.2024 17.30-19.30 |

mit einer Führung durch die Ausstellung mit Claudia Westermann

& Yoga Nidra & Tiefentspannung mit Klang (im Liegen) mit Sabine Voß | ruheraum Paderborn |

 

 

Teilnahmevoraussetzung: keine

es sind weder Kenntnisse in Yoga Nidra, noch in Meditation oder Klang erforderlich;

Neulige, bereits Übende sowie langjährig Erfahrene sind gleichermaßen herzlich willkommen

 

Limitierte Teilnehmerzahl!

 

 

Anmeldung/Buchung über das Diözesanmuseum Paderborn (Führung ca. 30 Minuten + Yoga Nidra & Tiefenentspannung mit Klang (im Liegen) ca. 45 Minuten + ca. 30 Minuten freier Rundgang im Museum – inklusive Eintritt):
30 Euro

www.dioezesanmuseum-paderborn.de


EINE KOOPERATION VOM DIÖZESANMUSEUM PADERBORN & SABINE VOSS | RUHERAUM PADERBORN

 

„RUHE IN DER KUNST“ – „FARB-KLANG-RAUM – DAS INNERE LICHT BERGEN“

EIN BESONDERER ABEND IN DER AKTUELLEN SONDERAUSSSTELLUNG VON URSULA JÜNGST „MALEN GEGEN DIE DUNKELHEIT“ IM DIÖZESANMUSEUM PADERBORN!

Wir beginnen mit einer besonderen Museumsführung durch die aktuelle Sonderausstellung „MALEN GEGEN DIE DUNKELHEIT“ VON URSULA JÜNGST…

… und im Anschluß leite ich Sie/Dich/Euch – inmitten der Ausstellung ! – durch eine klassische Yoga Nidra Einheit…

„Der Schlaf des Yogi“ – der bewusste, der dynamische oder der psychische Schlaf gilt als eine der wichtigsten Übungen des Yoga… Du liegst während der gesamten Übungsdauer weich gebettet auf Deiner Matte in einer Entspannungshaltung in der Rückenlage – in „Savasana“ und wirst durch eine klassische „Yoga Nidra Einheit“ geleitet. Du hörst einfach den Worten zu, die Dich in eine tiefe Entspannung leiten; durch das Lauschen auf die besonderen ausgewählten und qualitativ hochwertigen Peter Hess XXL-Therapieklangschalen und Peter Hess Sangha Klangschalen, mein Monochord, meine Sansula und meine Koshis wirst Du in eine noch tiefere Entspannung geführt.

„Yoga Nidra“ führt den Geist in tiefe Ruhe, entspannt Körper, Seele und Geist und regeneriert und schenkt neue Energie.

 

Danach gibt es noch Zeit, die Ausstellung bei einem eigenen Rundgang „aus neuen Augen“ zu betrachten…

PS Das Diözesanmuseum hat an diesem Abend länger geöffnet und zeitgleich findet auch das „CHILL OUT-DRAWING – ZEICHNEN IM MUSEUM“ statt – und vielleicht erhalten wir beim Durchwandern der Ausstellung interessante Einblicke in sich „live & in Farbe“ füllende Skizzenbücher…!

PPS diese Veranstaltung im Diözesanmuseum wurde „inspiriert“ von MERI BERG – KUNSTSCHULE SPARTACUS – PADERBORN – www.kunstschule-spartacus.de – wir sind beide Mitglieder des Kreativnetzwerks PADERBORNER KREATUREN E. V. – www.paderborner-kreaturen.de – und haben in 2024 auch gemeinsame Veranstaltungen in Kooperation mit dem Diözesanmuseum angedacht… Seid gespannt!

 

URSULA JÜNGST – MALEN GEGEN DIE DUNKELHEIT

SONDERAUSSTELLUNG IM DIÖZESANMUESUM PADERBORN

Das Diözesanmuseum Paderborn zeigt gut dreißig, teils mehrteilige großformatige Arbeiten der Malerin Ursula Jüngst. Dabei nehmen die leuchtenden Gemälde einen spannenden Dialog mit den Werken des Museums auf.

Innerhalb der zeitgenössischen Kunst ragen die Gemälde der Künstlerin durch ihr Alleinstellungsmerkmal heraus.
Ihr markanter Pinselstrich, ihre in Länge und Breite sich ähnelnden Pinselstriche sind ihre künstlerische Weltformel.
Ihre sensibel nuancierten Farbakkorde sind Träger von Empfindungen und Erfahrungen.

Souverän steigert sie die Empfindungstiefe ihrer Malerei mit fließspuren.
Feinnervig, neckend und kraftvoll werden sie zu Begegnungslinien.

Malerei ist für Ursula Jüngst ein Experimentierfeld für Seinsfragen, in dem sie sich auf die Suche nach dem Menschsein begibt.
Die Intensität der Malerei von Ursula Jüngst berührt und ihre Gemälde haben über das Zeitgeschehen hinaus eine gültige Bedeutung.

Der Betrachter wird mitgerissen und kann sich mit seinen Gefühlen und Assoziationen darin finden.

 

DIE KÜNSTLERIN URSULA JÜNGST

MALEREI AM NERV DER ZEIT

Meine Gemälde sind mein Kommentar zur derzeitigen krisenhaften Situation unserer Welt. Ich versuche gegen die düsteren Erfahrungen anzumalen, gegen Ohnmacht, Verfall und Aggression die hoffnungsvolle Kraft des Lichts und des erbauenden Staunens zu setzen.

Malerei ist für mich ein Experimentierfeld für Seinsfragen. In einem Balanceakt zwischen Kontrolle und Kontrollverlust, zwischen Bewahren, Entdecken, Zerstören und Gestalten dirigiere ich meine Stilmittel. Das sind meine markanten Pinselstriche und meine tänzerischen Fließspuren, die im malerischen Prozess mehrfach überarbeitet werden.

Dabei könnte man die Pinselstriche als Stellvertreter für Menschen mit all ihren unterschiedlichsten Erfahrungen, Gefühlen und Möglichkeiten sehen. Die Fließlinien schaffen neue Formen von Begegnungen, machen feinste Regungen und auch Unabdingbarkeit sichtbar.

Zusammen mit den Pinselsetzungen und Fließspuren werden die dezidiert ausgewählten Farben Vermittler von Empfindungen und Haltungen. Im gegenseitigen Durchdringen der Farben und Formen öffnet sich ein leuchtkräftiger Farbklangraum. Frei von räumlicher Verortung oszilliert dieses Kompositionsgefüge und schafft so immer wieder neue Möglichkeiten der Betrachtung.

 

WENN DIE PINSEL TANZEN

Ich setze einen Strich, lasse eine Fließspur zu. Erschrecke, denn die Farbe rinnt schnell und überfließt Setzungen. Irritation, Überforderung, Faszination und Neugierde wechseln sich ab. Wie auf einer Erkundungstour gehe ich diesen Empfindungen mit meinem farbgetränkten Pinsel nach. Fast grob ratscht der Pinsel über die gespannte Leinwand. Das warme, dumpfe Geräusch der schwingenden Fläche trägt mich weiter. Gegen den Strich schrabbe ich meinen Pinsel über den Malgrund. Etwas Farbe bleibt an der groben Struktur der Leinwand hängen. Entgegen meiner ruppigen Geste wirkt die Farbspur zerbrechlich und versöhnlich. Nun streichle ich mit den langen Haaren meines Pinsels, leite Fließspuren um und bringe farbige Tränenbäche zum Stoppen. Mit Stipsern schmotziger Farbe necke ich die verirrten Linien und schlecke mit flüssiger Farbe.

 

MALEREI IST AKTUELL

Um die Geschehnisse der Zeit auszudrücken nehme ich nicht den Umweg über eine gegenständliche Darstellung. Ich bin keine Berichterstatterin.

Bereits im künstlerischen Tun stoße ich auf gesellschaftliche Fragen, mache mir Konflikte sichtbar und versuche Lösungen mit meinen malerischen Möglichkeiten zu finden. Gerade dabei ist der experimentelle Umgang weiterführend.

Malen ist ein Sich-Einlassen. Es ist wie ein Gespräch, mal freundlich, mal hitzig, doch immer mit offenem Ausgang.

Im Mal-Akt vertraue ich auf die dem Material innewohnenden Kräfte und steigere sie. Jede Pinselsetzung, jede Fließspur befrage ich. Was machen sie und kann ich das so verantworten? Mein Blick schärft sich aus den Fragen, die ich an das Leben habe.

Malend versuche ich Antworten zu finden und freue mich, welche Kräfte und Möglichkeiten bereits in einer einzigen Fließspur zu entdecken sind. Mit etwas Gelb lässt sich Schwarz aufheitern und eine einzige Pinselsetzung kann die Dynamik der gesamten Komposition ändern.

Ich bin überzeugt davon, dass Malerei, das Ringen um Ausdruck, Form und Schönheit, Sinn macht. So bildet sich eine Kraft, die sich der Willkür entgegensetzt.

 

STATEMENTS DER KÜNSTLERIN URSULA JÜNGST

Unbekümmert heiter den farbigen Lebenssaft verteilen. 

Der Sinnlosigkeit die Spuren der Liebe entgegensetzen. 

Die dunklen Akkorde werden von quirligen, leichten und lebensfrohen Setzungen zu einem neuen Bewusstsein geführt. 

Malerei zu erkunden, bis in die feinsten Spuren des Farbauftrags das sinnliche Tun wahrzunehmen, trägt zur Sensibilisierung der emotionalen Wahrnehmung bei. 

Malerei macht sichtbar, dass es Sinn macht, sich zu widersetzen. Dies kann mit Zartheit oder auch kraftvoller Energie geschehen. So lassen sich die vernichtenden Sogkräfte umlenken. 

Die Fließspur ist der Schrecken und gleichzeitig die Bereitschaft zur Veränderung. Schnell kann sie zerstören oder neues Leben formen.

Ich will Anmalen gegen das Dunkle, die Zerrissenheit, die Sprachlosigkeit, die vernichtende Kälte. Malen birgt in sich die Kraft der Erneuerung. Meine Fließlinien sind Formen, um neue Begegnungen zu ergründen.

(QUELLE: PRESSETEXT ZUR SONDERAUSSTELLUNG – DIÖZESANMUSEUM PADERBORN)

 

 

HIER MEHR ERFAHREN ZU URSULA JÜNGST UND ZUR AKTUELLEN SONDERAUSSTELLUNG IM DIÖZESANMUSEUM PADERBORN >>> www.dioezesanmuseum-paderborn.de/ursula-juengst-malen-gegen-die-dunkelheit

 

Bild oben: Ursula Jüngst, Malgré tout, 2024, Öl auf Leinwand – © Ursula Jüngst